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Die
ursprüngliche Chronik
des Schützenvereins Hubertus-Gelting e.V. wurde anlässlich der
1400-Jahr-Feier des Ortes Gelting in Oberbayern 1991 von der damaligen
Vereinsvorstandschaft verfasst. Ein herzliches Dankeschön für
die Mühe und umfangreiche Dokumentation geht deshalb ausdrücklich
an Anneliese Hassenrück, Elisabeth Bick, Richard Thanner und den
1998 verstorbenen Heinz Hassenrück.
Die
Geltinger Schützengesellschaft ist zu Beginn unseres Jahrhunderts
entstanden. Über den genauen Gründungszeitpunkt sind keinerlei
schriftliche Nachweise auffindbar. Auf dem Vereinswimpel beim "Altwirt"
finden wir allerdings die Jahreszahl 1908 als Gründungsjahr aufgestickt.
Auch die Aufschrift auf der Schützenfahne von 1909 weist darauf hin.
Es ist anzunehmen, dass die Schützengesellschaft bis zum Jahr der
Fahnenweihe am 20. Juni 1909 ohne feste Organisation bestanden hat. Ab
diesem Jahr wird ein lückenloses Ein- und Ausgabebuch geführt.
Am 27. November 1909 finden wir in einem Übertrag die ersten Verantwortlichen
der Schützengesellschaft.
| Vorstand: |
Josef
Schelshorn |
| Schriftführer: |
Josef
Pfattrisch |
| Kassier: |
Benedikt
Pfattrisch |
Bis
zum Jahre 1911 fallen in der Einnahmeseite 15 Neuaufnahmen auf, u.a. auch
der Lehrer Iblher.
Aus
dem Hauptbuch geht hervor, dass die Schützengesellschaft "Hubertus"
bis zum Jahre 1914 regelmäßig Schießabende, eine Christbaumversteigerung,
einen Schützenball, einen Maitanz sowie einen Hausknechtsball abhielt.
Als Besonderheit ist das Hochzeitsschießen und Hochzeitsgeschenk
für Bartl Blum, dem großen Gönner und Ehrenmitglied des
Vereins, erwähnt. 1914 finden wir im Mitgliedsverzeichnis 18 Aktive.
| 1.
Schützenmeister: |
Johann
Wend |
| 2.
Schützenmeister: |
Josef
Schelshorn |
| Kassier: |
Benedikt
Pfattrisch |
| Schriftführer: |
Bartholomäus
Graf |
Mit
Beginn des 1. Weltkriegs hörte die Vereinsarbeit auf. In Randnotizen
vermerkt: 10 Mitglieder eingerückt, Stefan Eder gefallen und Bartl
Blum sen. Verstorben.
Am
1. April 1919 nahm der Verein seine Tätigkeit unter der gleichen
Vorstandsschaft und dem neuen Schriftführer Josef Hack mit 25 Schützen
wieder auf. Die Mitgliederzahl stieg bis zum Jahre 1922 auf 44 Schützen
an. Ein Wechsel in der Vorstandschaft trat ein:
| 1.
Vorstand: |
Josef
Schelshorn |
| 2.
Vorstand: |
Josef
Hack |
| Kassier: |
Thomas
Lechner |
| Schriftführer: |
Benedikt
Pfattrisch |
Der
Anschluss an den Landesverband wurde beantragt. Im März 1922 verringerte
sich aufgrund der Inflation die Mitgliederzahl auf 17 Schützen. Die
Schießen fanden nicht mehr regelmäßig statt. Nach Ende
der Inflationsmisere verzeichnete die Chronik von Dezember 1923 bis Februar
1924 wieder 8 Schießabende. In den Jahren 1924 bis 1926 erhöhte
sich die Anzahl der Schützen auf 30.
Vorstandschaft
ab November 1927:
| 1.
Vorstand: |
Josef
Scheibmair |
| 2.
Vorstand: |
Josef
Niklas |
| Kassier: |
Theobald
Blum |
| Schriftführer: |
Georg
Schilcher |
Josef
Schelshorn wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Ein Jahr später wählte
die Schützengesellschaft Josef Kotz zum 2. Schützenmeister.
Im
Juni 1929 begann der Bau eines Kleinkaliberstandes. Als Einrichtungsstätte
diente das "Bruckliesl" an der Loisach. Bereits Anfang August
erfolgte die Einweihung.
1930
löste Benedikt Wirtensohn Georg Schilcher als Kassier ab.
Das
3. Reich brachte den Beitritt der Schützengesellschaft zum "Deutschen
Reichsbund für Leibesübungen".
Der
Vorstand vom Jahr 1933:
| 1.
Vorstand: |
Theobald
Blum |
| 2.
Vorstand: |
Georg
Kretschmann |
| Kassier: |
Thomas
Pfattrisch |
Am
6. November 1937 übernahm Thomas Pfattrisch von Josef Wirtensohn
das Amt des Kassiers. Der Verein zählte nun 15 aktive und 9 passive
Mitglieder.
Leider
konnten sie den Verein nicht mehr lange leiten. 7 Mitglieder mussten in
den Krieg ziehen. Am 7. April finden wir die letzte Eintragung im Hauptbuch,
jede Vereinsarbeit hört auf.
Nach
achtjähriger Pause rief man im Herbst 1949 die Schützengesellschaft
"Hubertus" wieder ins Leben. In einer Stammtischrunde beim "Altwirt
Ritt" erfolgte die Wahl der Vorstandschaft.
| 1.
Vorstand: |
Johann
Hack |
| 2.
Vorstand: |
Alois
Zistl |
| Kassier: |
Georg
Hofmann |
| Schriftführer: |
Josef
Ritt jun. |
| Vereinsdiener: |
Michael
Dröscher |

Schon
bald hatte die Mitgliederliste einen Stand von 39 Schützen erreicht.
Bartl Blum jun. War fortan der große Gönner und Förderer
des Vereins. Der gebürtige Geltinger ist auf dem Münchner Waldfriedhof
beerdigt.
Die
Schützengesellschaft ist nun auch beim Gauschützenbund in München
als eingetragenes Mitglied geführt. Besondere Gönner des Vereins
in den vergangenen Jahrzehnten waren Gauschützenmeister Josef Plötz
und der Photograf Hans Guggenberger. Als Spender der Schützenkette
soll wiederum Bartl Blum nicht unerwähnt bleiben.
Mit
Vereinsmitteln und durch Spenden konnte 1964 die Schützenfahne von
1909 restauriert werden.
Die
Weihe der erneuerten Fahne erfolgte im Mai des gleichen Jahres. Im Jahr
1965 gründete der Verein eine Jugendgruppe, in der sich Schützenmeister
Erwin Riedel verdient machte. Das Jahrzehnt seit der Mitte der 60-er Jahre
floss in ruhigen Bahnen. 1967 erfolgte die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft:
| 1.
Schützenmeister: |
Erwin
Riedel |
| 2.
Schützenmeister: |
Roland
Beilich |
| Kassier: |
Richard
Thanner |
Erstmals
beteiligte sich der Verein an einem Gauschießen, das in Waldram
stattfand.

Ab
1970 setzte sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:
| 1.
Vorstand: |
Otto
Thanner |
| 2.
Vorstand: |
Martin
Schmid |
| Kassier: |
Anni
Thanner |
Im
Jahre 1972 entschloss sich die Schützengesellschaft "Hubertus"
sich künftig als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu
etablieren und ließ sich unter der Nr. VR 137 in das Vereinsregister
des Amtsgerichts Wolfratshausen eintragen. In diesem Jahr zählte
der Verein als Aktive 15 Schützen, 8 Junioren und 5 Jugendliche.
1973 wurde Erwin Riedel zum Ehrenmitglied ernannt.
1975
wurden für 25-jährige treue Mitarbeit Josef Ritt sen. Und Josef
Ritt jun. sowie Bruno Hüttl geehrt.
In
diesen langen Jahren stellt die Gastwirtin Elise Neumeier den Schützen
ein Nebenzimmer für Schießübungen kostenlos zur Verfügung.
Im Jahre 1976 musste wegen Abbruchs des Wirtgebäudes das Übungsschießen
zunächst eingestellt werden. Mehrere Vereine boten daraufhin ihre
Schießstätte zur zeitlichen Überbrückung an. Der
Tod des Ehrenmitglieds Josef Ritt sen. riss einen "Mitwiederbegründer"
aus den alten Reihen des Vereins.
Von
1978 bis 1984 wurde durch die "Königlich Privilegierte Feuer-Schützengesellschaft
Wolfratshausen" eine Mitbenutzung der Schießstände im
Schützenhaus ermöglicht. Nach Fertigstellung der Turnhalle 1983
in Gelting konnten mit viel Eigeninitiative der Geltinger Vereine die
Kellerräume als Vereinsheim sowie als Schießstand ausgebaut
werden.
Für
den Ausbau gewährte die Stadt Geretsried einen Zuschuss. Die Einweihung
der Räumlichkeiten fand im November 1985 mit einer Feier statt. Im
selben Jahr feierte der Verein sein 80-jähriges Bestehen.
1986
standen Neuwahlen vor der Tür. Herr Otto Thanner, Frau Anni Thanner
sowie Herr Martin Schmid, die den Verein seit 16 Jahren aufrechterhalten
und aufgebaut hatten, stellten sich zum Bedauern aller nicht mehr zur
Wahl. Der Verein bedankte sich bei der alten Vorstandschaft für die
jahrelange Tätigkeit mit einer kleinen Ehrung.
Als
neuer Vorstand präsentierten sich:
| 1.
Vorstand: |
Heinz
Hassenrück |
| 2.
Vorstand: |
Richard
Thanner |
| Schriftführer: |
Johann
Wirtensohn |
| Kassier: |
Anneliese
Hassenrück |
Von
1986 bis 1989 nahm das Vereinsleben einen ruhigen Verlauf. Es fanden wie
gehabt Königsschießen, Wurstschießen, Weihnachtsfeiern,
Grillfeste sowie Faschingsfeiern statt.
Die
Mitgliederzahl betrug 31 Schützen. Einen regen Zuwachs konnte man
im Jugendbereich verzeichnen. 1989 nahmen die Jungschützen an einem
Rundenwettkampf teil, bei dem die Mannschaft den 2. Platz belegte.
Im
März 1989 wurde ein neuer Vorstand gewählt:
| 1.
Vorstand: |
Heinz
Hassenrück |
| 2.
Vorstand: |
Richard
Thanner |
| Schriftführer: |
Elisabeth
Bick |
| Kassier: |
Anneliese
Hassenrück |
An
der 1400-Jahr-Feier 1991 in Gelting hat der Verein mit einem eigenen Festwagen
(von Johann Wirtensohn zur Verfügung gestellt) teilgenommen. Dargestellt
wurde ein "mobiler" Schützenstand.
Die
zeitliche Lücke zwischen 1991 und 2003 wird in den nächsten
Wochen anhand der vorliegenden Sitzungsprotokolle und sonstigen Aufzeichnungen
gefüllt. Bis dahin sind die nachfolgenden Information nur als Fragmente
zu sehen.
Die
Vorstandsschaft von 1998 setzte sich zusammen:
| 1.
Schützenmeister |
Heinz
Hassenrück |
| 2.
Schützenmeister |
Michael
Skuban |
| 1.
Schriftführerin: |
Claudia
Skuban |
| 2.
Schriftführerin: |
Daniela
Schröferl |
| 1.
Kassierin: |
Anneliese
Hassenrück |
| 2.
Kassierin: |
Martina
Thanner |
| Jugendwart: |
Michael
Thanner |
| Sportwart: |
Richard
Thanner |
Noch
im gleichen Jahr verstarb Heinz Hassenrück. Sein Tod traf unseren
Verein unerwartet und schmerzlich. Neuwahlen wurden notwendig, der Vorstand
setzte sich wie folgt zusammen:
| 1.
Schützenmeister |
Michael
Skuban |
| 2.
Schützenmeister |
Richard
und Johann Thanner |
| 1.
Schriftführer: |
Claudia
Skuban |
| 2.
Schriftführer: |
Daniela
Schröferl |
| 1.
Kassier: |
Anneliese
Hassenrück |
| 2.
Kassier: |
Martina
Thanner |
| Jugendwart: |
Michael
Thanner |
| Sportwart: |
Richard
Thanner |
Im
Jahr 2002 wurden turnusgemäß wiederum Neuwahlen durchgeführt.
Folgende Personen wurden in die Vorstandschaft gewählt:
| 1.
Schützenmeister |
Michael
Skuban |
| 2.
Schützenmeister |
Andreas
Lex sowie Johann Thanner |
|
1. Schriftführerin: |
Claudia
Skuban |
| 2.
Schriftführerin: |
Daniela
Schröferl |
| 1.
Kassierin: |
Anneliese
Hassenrück |
| 2.
Kassierin: |
Martina
Hell |
| Jugendwart: |
Michael
Thanner |
| Sportwart: |
Till
Hemmer |
Das
Jahr 2003 ist bisher von Veränderungen geprägt. Das zum 1. April
2003 verschärfte Waffengesetz zwingt den Verein einen neuen Gewehrschrank
anzuschaffen. Die im Vergleich zu anderen Schießständen schlechte
Lichtstärke am Kugelfang soll durch verschiedene Maßnahmen
verbessert werden (helle Kunststoffplatten wurden auf den Kugelfang montiert,
im weiteren Verlauf des Jahres sollen veränderte Lichtkörper
-eventuell fällt die Wahl auf Halogenlampen - die Helligkeit verstärken).
Des
Weiteren wurde am 2. April 2003 für den Verein die Gemeinnützigkeit
mit einer neu überarbeiteten Satzung beim Finanzamt beantragt. Am
23. April wurde dem Antrag stattgegeben.
Der
Vereinsausflug ging zu den Krimmler Wasserfällen. Die vielen kleinen
und großen Erinnerungen könnt Ihr Euch auf den Seiten der Vereinsgeschichten
ansehen.
Am
Wochenende 18. bis 20. Juli 2003 feierte die Freiwillige Feuerwehr Gelting
Ihr 125-jähriges Bestehen. Unser Verein beteiligte sich am Festauftakt
und am traditionellen Kirchenzug.
Das
jährliche Grillfest fand dieses Jahr beim Sepp Holzer statt. Bis
weit in die Nacht wurde im wunderschön angelegten Garten gefeiert.
Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die Kinder viel Freude an dem
"kleinen Wasserpark" am Rande des Grundstücks. Auch die
Erwachsenen blieben vom kühlen Nass nicht verschont - es war ein
toller Abend.
Am
25.02.2005 fand im Schützenheim die Jahreshauptversammlung statt.
Neuwahlen standen an, die alte Vorstandsschaft wurde entlastet. Der künftige
Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
| 1.
Schützenmeister und Jugendwart |
Michael
Skuban |
| 2.
Schützenmeister |
Andreas
Lex |
|
1. Schriftführerin: |
Claudia
Skuban |
| 2.
Schriftführerin: |
Daniela
Schröferl |
| 1.
Kassier: |
Jürgen
Salzer |
| Sportwart: |
Till
Hemmer |
Im
Oktober 2006 war es soweit. Der Schützenverein Hubertus-Gelting feierte
sein 100-jähriges Bestehen. Die langen Vorbereitungen, die insbesondere
unser Schützenmeister Michael Skuban mit sehr viel Engagement und
zeitlichem Einsatz vorangetrieben hatte, mussten sich jetzt bewähren.
Der gewählte Termin an einem Freitag, den 13.ten war nicht ganz freiwillig
zustande gekommen. Durch die Kirtahutschn am darauffolgenden Samstag blieb
leider keine andere Möglichkeit. Am Ende zeigte sich aber dann, dass
alles reibungslos funktionierte und der Tage zu einem vollen Erfolg wurde.
Mit
einem Zug der Fahnenabordnungen der Geltinger Vereine und der befreundeten
Schützengesellschaften zur Geltinger Kirche begann die Feier. Der
festliche Gottesdienst mit passenden Worten des Kaplan Andreas Günther
gab der Veranstaltung einen gelungenen Rahmen, die Fürbitten stimmten
in den Tenor der Ansprache ein.
Mit
brennenden Fackeln ging es anschließend in den Saal des Geltinger
Kindergartens zurück. Bei guter Verköstigung und einem gelungenen
Rahmenprogramm feierte man noch bis weit nach Mitternacht die lange Tradition
des Geltinger Schützenvereins. Der Verein bedankt sich an dieser
Stelle nochmals herzlich bei allen Beteiligten und sagt ein herzliches
Vergelt's Gott für die vielen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche
die uns zu Teil wurden.

©
Schützenverein Hubertus-Gelting e.V. 1989 - 2006
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